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Studienreise: Wissen über Melanchthon gesammelt

Studienreise : Wissen über Melanchthon gesammelt

Eine Fahrt in den Kraichgau brachte dem Verkehrsverein Jägersburg viele Erkentnisse zur Reformation.

(red) Neben Martin Luther war dessen Wittenberger Professorenkollege Philipp Melanchthon die zweite Zentralgestalt der frühen Reformation. Melanchthon war es, der den humanistisch inspirierten Bildungsgedanken in der Reformationsbewegung verankerte, der neuen Lehre ein tragfähiges Gerüst gab und mitunter das, was der ungestüme Luther vermasselt hatte, im Hintergrund wieder ausbügelte.

Dies und noch viel mehr erfuhren die Teilnehmer der jüngsten Studienreise, die der Heimat-, Kultur- und Verkehrsverein Jägersburg in den Kraichgau unternahm. Im Melanchthonhaus in Bretten, das als Gedächtnisstätte für den großen Sohn dieser Stadt im 19. Jahrhundert geschaffen wurde, fesselten die Führerinnen die Besucher aus der Saarpfalz mit fundiertem Wissen über Melanchthon, der als Philipp Schwarzerd hier am 16. Februar 1497 zur Welt kam.

Zuvor war das ehemalige Zisterzienserkloster Maulbronn Ziel der 47 Reiseteilnehmer. Dieses Weltkulturerbe gilt als die am besten erhaltene Klosteranlage nördlich der Alpen und wird derzeit für 20 Millionen Euro saniert. Bei einer Führung wurden alle Stilrichtungen und Entwicklungsstufen der Abtei von der Romanik bis zur Spätgotik vorgestellt.