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Weinlese abgeschlossen: Weinernte in Deutschland ist so gut wie abgehakt

Weinlese abgeschlossen : Weinernte in Deutschland ist so gut wie abgehakt

Im Saarland ist die Weinernte abgeschlossen – so früh wie noch nie, erklärt Gerd Petgen, Präsident des saarländischen Winzerverbandes. Ähnlich wie im Saarland sieht es dabei in ganz Deutschland aus: Die Hauptlese sei in vielen Anbaugebieten bereits beendet, sagt Ernst Büscher, Sprecher des Deutschen Weininstituts in Bodenheim bei Mainz. Noch gelesen werde vor allem an der Mosel und im Rheingau. Den frühen Beginn der Weinernte Anfang September, etwa zwei Wochen vor dem üblichen Termin, begründet Petgen mit der Gefahr von Fäule.

Petgen rechnet damit, dass die saarländischen Winzer in diesem Jahr etwa 900 000 Liter Wein produzieren. Dies entspreche dem Durchschnitt, erläutert er. Die Menge aller Weinanbaugebiete in Deutschland wird laut Deutschem Weininstitut vorläufig auf 7,5 Millionen Hektoliter geschätzt. Das wären 18 Prozent weniger als im vergangen Jahr und auch 18 Prozent weniger als im langjährigen Mittel, erklärt Büscher. Ein Rückgang sei nicht nur in Deutschland zu erwarten: „Europaweit scheint sich in diesem Jahr die kleinste Ernste seit 2000 abzuzeichnen“, sagt Büscher. Aufgrund des Ernterückgangs rechnet er mit einem Anstieg der Preise. Petgen hingegen geht davon aus, dass die Preise im Saarland stabil bleiben.

Was die Qualität der diesjährigen Weine aus dem Saarland anbelangt, spricht Petgen von einem „guten bis überdurchschnittlichen“ Jahrgang. „Wir haben bessere Qualität erwartet“, blickt er auf eine frühere Prognose zurück. Doch durch den Regen im September sei die Qualität etwas hinter den Erwartungen zurück­geblieben. Als Höhepunkt nennt er die Sorte Auxerrois. Durch die etwas höhere Säure habe der Wein mehr Fundament und sei „wesentlich länger haltbar“. Die mengenmäßig vorherrschende Weinsorte sei der Graue Burgunder, ergänzt Petgen.