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Saar-Sparkassen erwarten gutes neues Jahr 2019.

Keine Filial-Schließungen geplant : 2019 kein Personalabbau in Saar-Sparkassen

Verbands-Präsidentin Hoffmann-Bethscheider sieht in Filialen auf dem Land besondere Nähe zu Kunden.

Für die rund 5000 Mitarbeiter der Sparkassen-Finanzgruppe im Saarland dürfte es eine beruhigende Nachricht zum Weihnachtsfest sein: „2019 wird es keine weiteren Fusionen, Schließungen oder eine Personalabbau-Welle geben.“ Dies sagte die Präsidentin des Sparkassenverbandes Saar, Cornelia Hoffmann-Bethscheider, gestern auf dem Jahres-Abschlussgespräch der Sparkassenorganisation. Die Sparkassen in der Region „haben sich bereits alle für das Digitalzeitalter und seine Herausforderungen neu aufgestellt“, sagte die Präsidentin. Zwar würden viele Bankgeschäfte inzwischen online erledigt, doch die Filiale dürfe in ihrer Bedeutung nicht unterschätzt werden. Sie sei weit mehr als der Ort für Beratungen, sondern insbesondere in ländlichen Gebieten Ort der Kommunikation. Ein Filialleiter und seine Mitarbeiter wüssten oft mehr über die Bedürfnisse von Kunden, etwa, wenn es um erste Finanzierungen des Studiums, einer Wohnung oder später auch eines Hauses geht, als durch Umfragen oder Datensammlungen mit Hilfe digitaler Technologien ermittelt werde. Die Saar-Sparkassen erfüllten alle geforderten Regularien und zählten zu den größten Arbeitgebern im saarländischen Kreditgewerbe. Gleichzeitig seien sie mit 25,8 Millionen Euro auch einer der größten Auftraggeber für Unternehmen in der Region. Als größter Steuerzahler im Bereich Kreditinstitute und Versicherungen profitiere das Land durch jährliche Zahlungen in Höhe von über 58 Millionen Euro. Hinzu kämen 41 Millionen Euro Lohnsteuer.

Trotz Niedrigzinsen sowie geringerer Margen soll es keine Abstriche am sozialen und kulturellen Engagement geben. 2019 würden regionale Aktivitäten mit 5,9 Millionen Euro unterstützt. Der Löwenanteil fließt in Kunst und Kultur, gefolgt vom Sport mit 1,8 Millionen Euro.

Einen Schwerpunkt ihrer Beratung sehen die Saar-Sparkassen in der Förderung der Altersversorgung von Frauen. Diese bezögen im Vergleich zu Männern eine im Schnitt 45 Prozent geringere Rente wegen Gehaltsunterschieden, Kindererziehungszeiten oder einer hohen Teilzeitquote. Gleichzeitig seien sie beim Vermögensaufbau vorsichtiger als Männer. Die Sicherheit der Anlage komme vor der Rendite. In einem ersten Schritt gelte es zu erreichen, dass staatliche Förderung beansprucht werden kann. Deshalb hält Verbandsgeschäftsführer Christian Molitor einen Riester-Vertrag mit einem geringen Eigenbeitrag für keinen Fehler. Anschließend könne man weitersehen. Hoffmann-Bethscheider sieht die Saar-Sparkassen gut aufgestellt für das kommende Jahr. Druck auf alle Banken in der Region könne jedoch entstehen, sollte sich die Lage im Automobilbau oder in der Stahlindustrie verschlechtern.