Karlsberg erhöht Bierpreise im Handel: Karlsberg-Brauerei erhöht die Verkaufspreise im Handel

Karlsberg erhöht Bierpreise im Handel : Karlsberg-Brauerei erhöht die Verkaufspreise im Handel

Die Karlsberg Brauerei hebt im zweiten Halbjahr 2017 die Preise an. Das sagte gestern der Generalbevollmächtigte der Brauerei, Christian Weber unserer Zeitung anlässlich der Vorstellung der Unternehmenszahlen für die ersten sechs Monate. Davon betroffen ist jedoch ausschließlich der Handel. In der Gastronomie werde man nicht an der Preisschraube drehen.

Weber begründet die Preiserhöhung mit gestiegenen Kosten, insbesondere auch der Lohnkosten. Karls­berg habe mehrere Jahre hindurch nicht die Preise erhöht. Man sei sich bewusst, dass gerade auch im Handel derzeit ein enormer Preiswettbewerb der Brauereien um Kunden im Gang ist, auch mit Aktionsangeboten. Dennoch hofft der Brauereichef weiter auf die Treue der Kunden. Die Preiserhöhung werde im Handel voraussichtlich etwa einen Euro pro Kasten ausmachen.

Gleichzeitig bringt Karlsberg im zweiten Halbjahr neue Spezialbiere auf den Markt, nachdem schon die Einführung von „Karlsberg Helles“ positiv angenommen worden sei. Auch von Mixery kommen drei weitere Produkte auf den Markt. Die Kernmarken Karlsberg, Gründels alkoholfrei und Mixery blieben in ihren Absatzgebieten Marktführer. Dennoch musste die Brauerei im ersten Halbjahr 2017 Rückgänge der Umsatzerlöse um 19,3 Millionen auf 64,8 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahreszeitraum hinnehmen.

Weber begründet dies mit der bereits seit längerer Zeit eingeschlagenen Strategie, das Handelsmarkengeschäft im europäischen Ausland abzubauen. In diesem Bereich sank der Umsatz um 17,7 Millionen Euro. Hinzu kam ein außerplanmäßiger Rückgang der Export-Umsätze außerhalb Europas um 3,4 Prozent, besonders in Asien. Hier hätten zeitweise zu wenig Container für den Transport zur Verfügung gestanden. Das Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (Ebitda) lag bei 7,1 Millionen Euro (Vorjahr 8,6 Millionen), das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EbitT) bei 2,3 Millionen Euro (4,1 Millionen Euro).