Air Berlin macht weiter : Gläubigerausschüsse lassen Air Berlin weiter fliegen

() Die Gläubigerausschüsse für Air Berlin haben gestern in ihrer konstituierenden Sitzung die Fortführung des Flugbetriebes der Air Berlin beschlossen. Der Generalbevollmächtigte Frank Kebekus erklärte nach den Sitzungen laut Air Berlin, die Ausschüsse hätten ,,einstimmig“ beschlossen, das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung fortzuführen. Außerdem sei die weitere Betriebsfortführung beschlossen sowie der Sachwalter Lucas Flöther in seinem Amt bestätigt worden.

Air Berlin sprach anschließend von einem ,,guten Signal“ und erklärte, die Verhandlungen würden ,,mit Hochdruck“ weiter vorangetrieben. Ziel des weiteren Verfahrens bleibe es, so viele Arbeitsplätze der insolventen Airline wie möglich zu erhalten. Air Berlin hatte vor über einer Woche Insolvenz angemeldet. Interesse an der Fluggesellschaft haben die Lufthansa sowie unter anderem der britische Billigflieger Easyjet. Der Unternehmer Hans Rudolf Wöhrl möchte Air Berlin als Ganzes übernehmen und sanieren.

Für das Saarland hat die Insolvenz der Airline keine gravierenden Nachteile. So erklärte Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer, sie sei ganz sicher, dass eine Regelung für die weitere Bedienung der attraktiven Strecke Saarbrücken-Berlin gefunden wird. Sollte die Nachfolgegesellschaft der Air Berlin die Strecke nicht selbst bedienen, stehen die andere Interessenten bereit.