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Nachhaltigkeitsstudie fordert zu mehr Bekämpfung des Hungers auf

Nachhaltigkeitsstudie fordert zu mehr Bekämpfung des Hungers auf

Bis die UN-Nachhaltigkeitsziele erreicht sind, ist es für die Länder der Weltgemeinschaft noch ein weiter Weg. Das erklärte die Bertelsmann Stiftung gestern in Gütersloh bei der Vorstellung einer aktuellen Studie. Müssten die Industriestaaten der OECD vor allem in den Bereichen verantwortungsvoller Konsum und internationale Entwicklungszusammenarbeit aufholen, scheiterten die Entwicklungsländer an grundlegenden Entwicklungszielen wie Hungerbekämpfung und Sicherheit.

Für die erste Vergleichsstudie dieser Art seien Daten aus 149 Ländern aufbereitet und verglichen worden. Die ersten Plätze im Ländervergleich erhielten kleine, wohlhabende europäische Staaten wie Schweden, Norwegen und Dänemark sowie die Schweiz. Am unteren Ende der Skala befänden sich fast ausschließlich afrikanische Entwicklungsländer wie die Zentralafrikanische Republik oder Liberia.

Deutschland belegt im weltweiten Vergleich den 6. Platz hinter der Schweiz. Mit einem Ergebnis von insgesamt fast 81 Punkten liege Deutschland laut Index über dem Durchschnittswert der OECD-Länder (73 Punkte). Deutschland sei besonders bei der Armutsbekämpfung erfolgreich, hieß es. Zugleich gebe es jedoch auch einen Trend zu steigender sozialer Ungleichheit, kritisierte die Stiftung.