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Leserbrief „Die tote Stadt“-Kritik
Diese Opernkritik ist ungehörig

„Psycho-Soap mit berückenden Tönen“ (Premiere „Die tote Stadt“), SZ vom 8. Oktober

Während man breit über Handlung, Bühnenbild und Inszenierung schreibt, hält man sich bei den Solisten knapp oder erwähnt sie nicht mal. Peter Schöne darf sich über „stattlich“ freuen (bezieht sich wohl auf sein Äußeres, oder kann man auch stattlich singen?). Michael Siemon erfährt, dass er eine helle Tenorstimme besitzt (wow!), Pauliina Linnosaari, dass sie „kraftvoll“ singen kann. Erstaunlich! Salomón Zulic Del Canto hingegen wird trotz seiner wunderschönen Arie nicht einmal erwähnt, wie auch die übrigen Interpreten. Ich empfinde dies als ungehörig, ja unanständig.


Erwin Altmeier, Schwalbach