| 20:29 Uhr

Musical
„Es war einmal im Dezember“

Stuttgart . „Anastasia“ in Stuttgart ist für Musical-Fans eine vorweihnachtliche Bescherung. Von Melanie Mai

Zarentochter Anastasia nimmt derzeit die Zuschauer im Stuttgarter Palladium-Theater mit auf eine Reise nach St. Petersburg und  Paris. Diese Reise ist spannend, bunt und voll eingängiger Melodien wie „Es war einmal im Dezember“. Das Musical „Anastasia“ von Stephen Falherty läuft zum ersten Mal in Stuttgart, nachdem es  am Broadway in New York große Erfolge gefeiert hatte. Es überzeugt vor allem mit dem aufwändigen Bühnenbild mit 3D-Animationen, mit opulenten Kostümen und erstklassigen Darstellern: Judith Caspari ist die perfekte Besetzung für die Zarentochter, nimmt man ihr doch sowohl das reiche Mädchen als auch die Straßenfegerin ab. Völlig authentisch wirkt auch Zarenmutter Daniela Ziegler. Und Mathias Edenborn zeigt als russischer Soldat Gefühle. Am meisten Freude bereitet aber Milan van Waardenburg, der als Dimitri mit einer gefühlvollen Stimme, mit Charme und Leidenschaft überzeugt.


„Anastasia“ erzählt vom Russland der 1920er-Jahre.  Das Volk begehrt gegen seine Herrscher auf. Angeblich soll Anastasia als einziges Mitglied ihrer Familie schwer verletzt überlebt haben. Es heißt, sie habe dabei ihr Gedächtnis verloren und lebe seitdem in einem Kinderheim, in dem sie das Leid der Bevölkerung hautnah zu spüren bekommt. Durch einen Wink des Schicksals erfährt sie, dass sie noch eine Verwandte hat, zu der sie sich nun auf den Weg macht – entschlossen, aber ohne Erinnerungen und ohne Identität. Auf ihrem Weg erlebt sie alle emotionalen Höhen und Tiefen: Freundschaften fürs Leben, unendliche Liebe und grenzenloses Vertrauen, aber auch großes Leid und finstere Intrigen.

Termine und Informationen:
www.stage-entertainment.de