| 21:12 Uhr

Koalitionsvertrag
Streit um Pillenversand entbrennt neu

Berlin. . ( Patienten, die bei Medikamenten auf Internet-Apotheken setzen, werden bei einer neuen Groko eine Enttäuschung erleben. Denn der Koalitionsvertrag sieht vor, den Versandhandel mit verschreibungspflichtigen Medikamenten zu verbieten. Die Sozialdemokraten hatten ein Verbot des Versandhandels bis zuletzt zu verhindern versucht, scheiterten jedoch in der Endfassung des Koalitionsvertrages. Von Stefan Vetter

. ( Patienten, die bei Medikamenten auf Internet-Apotheken setzen, werden bei einer neuen Groko eine Enttäuschung erleben. Denn der Koalitionsvertrag sieht vor, den Versandhandel mit verschreibungspflichtigen Medikamenten zu verbieten. Die Sozialdemokraten hatten ein Verbot des Versandhandels bis zuletzt zu verhindern versucht, scheiterten jedoch in der Endfassung des Koalitionsvertrages.


Bereits im vergangenen Jahr wollte CDU-Gesundheitsminister Hermann Gröhe den Online-Handel per Gesetz stoppen. Hintergrund war ein Urteil des Europäischen Gerichtshofes, das die in Deutschland geltende Preisbindung bei verschreibungspflichtigen Arzneien für Versandapotheken mit Sitz im Ausland gekippt hatte. 

Nach aktuellem Stand spielt der Online-Handel mit rezeptpflichtigen Arzneien nur eine untergeordnete Rolle. Der Apothekerverband ABDA befürchtet hier jedoch ein „langfristiges Potenzial“ von 25 Prozent.