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Dicke Luft in Deutschland
Diesel-Urlaub im Saarland

FOTO: SZ / Roby Lorenz
Ob Düsseldorf, Stuttgart, Mainz oder Frankfurt – in vielen deutschen Metropolen kann es in Kürze auf dem Ortseingangsschild heißen: Dieselfahrer müssen leider draußen bleiben. Doch was machen die leidgeprüften, von der deutschen Auto-Industrie betrogenen und von der Bundesregierung verratenen Dieselfahrer dann? Kein Ort, nirgends, den sie noch anfahren können, ohne in den Ruch zu geraten, die Luft zu verpesten und die Menschen mit Stickoxiden und Feinstäuben zu vergiften. Das ist die Chance des Saarlandes, das wegen seiner abgeschiedenen Randlage hinter den sieben Bergen von Hunsrück und Eifel und mit wenig Verkehr noch Luftmesswerte aufweisen kann, wie der Rest Deutschlands zu Beginn der Motorisierung. Von Dietmar Klostermann

Idealerweise ist Anke Rehlinger (SPD) zugleich Tourismus- und Verkehrsministerin. Sie muss jetzt dringend eine Werbekampagne starten mit dem Motto „Diesel-Urlaub im Saarland“. Hier können sich alle Dieselfahrer noch frei bewegen, ohne eine Umwelt-Plakette vorzeigen zu müssen. Der Diesel-Touristen-Strom wird gewaltig und dürfte Rehlinger den nächsten Ritterschlag bescheren.