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„Volksverräter“-Nachfolger
„Alternative Fakten“ auf dem Weg zum Unwort des Jahres

Darmstadt.

Deutschland sucht das Unwort des Jahres – und bisher kann sich „alternative Fakten“ berechtigte Hoffnungen auf den zweifelhaften Titel machen. Denn der Begriff ist bisher mit Abstand am meisten genannt worden – 56 Mal, sagte gestern die Sprecherin der Unwort-Jury Nina Janich. Auf den Plätzen folgten „Fake News“ (zwölfmal), „atmender Deckel“ (elfmal), „Bio-Deutsche“ (zehnmal). Das ausschlaggebende Kriterium, nach der die Jury seit 1991 jedoch das Schlagwort auswählt, ist nicht allein die Relevanz. Es geht vielmehr um Begriffe, die ihrer Meinung nach am ehesten „gegen das Prinzip der Menschenwürde“ und „Prinzipien der Demokratie“ verstoßen habe. 2016 war das „Volksverräter“, 2015 „Gutmensch“.