EU-Kartellwächter gehen weiter gegen Google vor

EU-Kartellwächter gehen weiter gegen Google vor

. Die EU-Wettbewerbshüter wollen nach Medienberichten Google auch im Kerngeschäft des Internet-Riesen härter rannehmen. Demnach bereitet die EU-Kommission konkrete Vorwürfe gegen Googles Vorgehen bei Online-Werbung vor, berichteten der Finanzdienst Bloomberg, die Website "Politico", das "Wall Street Journal" und die "Financial Times". Es wäre das dritte Mal, dass die Kommission in einem "Statement of Objections" Google unfairen Wettbewerb vorwirft und Änderungen fordert. 90 Prozent der Google-Umsätze von 74,5 Milliarden Dollar kamen 2015 aus der Online-Werbung . Dabei bringen Anzeigen im Umfeld der Internet-Suche nach wie vor das meiste Geld ein. Beim neuen Dachkonzern Alphabet steuerten alle anderen Geschäftsbereiche neben Google nur knapp 450 Millionen Dollar Umsatz bei. Es ginge somit um den Kern des Geschäftsmodells von Google .

Bei EU-Wettbewerbsverfahren drohen in letzter Konsequenz Strafen von bis zu zehn Prozent des Jahresumsatzes.

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