Erste Bilanz für Einkaufzentrum B'est in Farébersviller

Einkaufzentrum in Farébersviller : B’est zeigt sich mit dem Start zufrieden

Im Einkaufszentrum in Lothringen steigt nach einem ruhigen Sommer wieder die Besucherzahl – auch mit Kunden aus dem Saarland

Vor sechs Monaten eröffnete das Einkaufszentrum B’est im lothringischen Farébersviller. Dessen Leiter Barthélémy Jeanroch ist mit der Entwicklung zufrieden. Nach einem rasanten Start im Frühjahr war es zwar in den französischen Sommerferien ruhiger, „doch seit dem neuen Schuljahr läuft es wieder rund“, sagt Jeanroch. „Seit September kommen an den Wochenenden wieder ebenso viele Menschen wie kurz nach der Eröffnung.“ Genaue Zahlen zur Besucherzahl im ersten halben Jahr nennt er zwar nicht, aber „wir werden das Ziel der 3,5 Millionen Besucher für das erste Betriebsjahr erreichen.“ Erst nach zwölf Monaten will Jeanroch konkrete Zahlen nennen, „wenn wir alle Jahreszeiten hinter uns haben“. Mittelfristig plant B’est mit einer jährlichen Zahl von bis zu sechs Millionen Kunden.

Für die Besucher des Einkaufszentrums erscheint der Andrang überschaubar. „Dieser Eindruck entsteht, weil unser Gebäude ebenerdig ist, mit breiten Fluren, hohen Decken und sich über fast einen Kilometer Länge erstreckt“, kontert Jeanroch. Die besten Tage seien aber zweifellos mittwochs (an diesem Tag haben die französischen Schüler nur vormittags Unterricht) und samstags. „Außerdem befinden wir uns nicht in einer Innenstadt. Die Menschen, die zu uns kommen, sind nicht zum Schlendern da, während sie auf einen Bus warten, sondern sie kommen gezielt zum Shoppen hierher.“

Das spiegele sich auch im Feedback der Filialleiter. Die Geschäftsleute seien mit dem bisherigen Umsatz in B’est zufrieden. Am besten gestartet seien die Läden, die frankreichweit bekannt sind, aber keine anderen Filialen in der Umgebung haben. Das sei zum Beispiel der Fall bei der italienischen Modekette OVS, die jetzt eine Filiale in B’est eröffnet. „Es gibt in der Welt mehr als 1000 Filialen von OVS, aber die hier ist erst die dritte in Frankreich. Die Marke ist vor allem bei Italienern sehr beliebt. Und es gibt sie weder in Metz noch in Straßburg oder in Saarbrücken“, sagt Jeanroch. Mit dieser Niederlassung ist auch die letzte große Verkaufsfläche verpachtet. „Wir haben eine Auslastung von 95 Prozent“, sagt der Zentrumschef.

Um die Kassen klingeln zu lassen, zählt B’est auch auf die deutsche Kundschaft. Noch scheinen auf dem Parkplatz Autos mit saarländischen Kennzeichen die Ausnahme zu sein. Doch laut Jeanroch trügt dieser Eindruck. „Es kommen durchaus viele Deutsche zu uns. Wir haben zum Beispiel viele Kunden aus dem Raum Saarlouis, die es gewohnt sind, zum Shoppen nach Saarbrücken zu fahren. Von dort ist es bis zu uns nicht mehr weit.“ Einen großen Besucherstrom aus Deutschland habe man am 3. Oktober bemerkt. An diesem deutschen Feiertag kam demnach die Hälfte der Kunden in B’est aus dem Nachbarland. „Unsere Hauptzielgruppe bleibt aber die heimische französische Kundschaft.“ Doch die geht auch gerne nach Saarbrücken shoppen. Eine starke Konkurrenz sieht Jeanroch aber nicht. „Wir haben nicht die gleichen Geschäfte. Die Angebote einer Metropole wie Saarbrücken und eines Einkaufzentrums wie unserem ergänzen sich.“

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