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Bertelsmanns Call-Center-Tochter Arvato heißt jetzt Majorel

Zusammenschluss : Call-Center-Unternehmen Arvato heißt jetzt Majorel

Nach dem Zusammenschluss der Call-Center-Sparte von Bertelsmann und der marokkanischen Saham Group tritt die gemeinsame Tochter unter dem Namen Majorel auf. Das teilte Bertelsmann gestern mit.

Das neue Gemeinschaftsunternehmen mit weltweit 48 000 Mitarbeitern ist in 28 Ländern vertreten und wird von Luxemburg aus geleitet. Bertelsmann-Chef Thomas Rabe hatte den Zusammenschluss Anfang des Jahres mit den hohen Investitionskosten in der Branche begründet. Laut Mitteilung sollen in den kommenden Jahren mehrere 100 Millionen Euro in die Expansion, Analysetechnik, künstliche Intelligenz und Automatisierung fließen. Bislang firmierte das Call-Centergeschäft unter dem Namen Arvato CRM (Customer Relationship Management). Bertelsmann und Saham halten je 50 Prozent. Bertelsmann stellt mit Thomas Mackenbrock den Vorstandschef. Der Aufsichtsratsvorsitzende der neuen Firma wird von Saham benannt.

Arvato betreibt auch ein Telefonservice-Center im Heusweiler Ortsteil Eiweiler. Im Herbst hatte die Bertelsmann-Tochter die Schließung des Standorts angekündigt, diese Pläne jedoch Ende Januar wieder revidiert. Der Standort soll erhalten bleiben, wenn zwei Kunden ihre in Aussicht gestellten zusätzlichen Aufträge zusagen. Von den derzeit 270 Jobs in Eiweiler sollen dann 200 bestehen bleiben.