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Waffenhändler Karlheinz Schreiber muss mit langer Haft rechnen

Waffenhändler Karlheinz Schreiber muss mit langer Haft rechnen

Augsburg. Nach zehnjährigem juristischen Tauziehen ist der frühere Waffenlobbyist Karlheinz Schreiber (Foto: afp) wieder in Deutschland und wird vor Gericht gestellt. Schreiber muss sich wegen Steuerhinterziehung, Betrugs und Bestechung verantworten. Der 75-Jährige soll Schmiergelder in Millionenhöhe an Politiker und Industrielle verteilt haben

Augsburg. Nach zehnjährigem juristischen Tauziehen ist der frühere Waffenlobbyist Karlheinz Schreiber (Foto: afp) wieder in Deutschland und wird vor Gericht gestellt. Schreiber muss sich wegen Steuerhinterziehung, Betrugs und Bestechung verantworten. Der 75-Jährige soll Schmiergelder in Millionenhöhe an Politiker und Industrielle verteilt haben. Im Fall seiner Verurteilung muss er mit einer Strafe von bis zu 15 Jahren Haft rechnen.Schreiber ist eine Schlüsselfigur im CDU-Spendenskandal um Ex-Bundeskanzler und Parteichef Helmut Kohl. Der frühere Waffenlobbyist war am Sonntag aus Kanada ausgewiesen worden und traf wenige Stunden später in München ein. Schon heute soll Schreiber in Augsburg einem Haftrichter vorgeführt werden, der Prozess gegen ihn wird jedoch nicht vor der Bundestagswahl am 27. September eröffnet. Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) schloss eine politische Einflussnahme auf das Verfahren aus. "Ich kann ihnen garantieren, dass die Justiz in ihrer Unabhängigkeit ihre Arbeit machen wird", betonte er. Eventuellen Enthüllungen von Schreiber sehe er "gelassen" entgegen. Ähnlich reagierte auch die CDU. Jetzt sei die Justiz am Zuge, hieß es im Adenauer-Haus in Berlin. , Seite A 4: Meinung dpa