„Bataclan“-Anschlag in Paris: Verdächtiger in Sachsen-Anhalt gefasst

Dreieinhalb Jahre nach „Bataclan“-Anschlag : Terrorverdächtiger von Paris festgenommen

Gut dreieinhalb Jahre nach den IS-Terroranschlägen auf die Konzerthalle „Bataclan“ und andere Ziele in Paris ist ein Verdächtiger in Sachsen-Anhalt festgenommen worden. Spezialkommandos der Polizei fassten den 39 Jahre alten Bosnier bereits in der vergangenen Woche in Bad Dürrenberg.

Der Mann hielt sich in der Wohnung einer Bekannten auf, wie ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft am Donnerstag sagte. Ob er auf der Durchreise war oder länger dort lebte, blieb zunächst offen.

Der Mann wurde mit europäischem Haftbefehl aus Belgien gesucht, wie die Dresdner Staatsanwaltschaft mitteilte. Als Vorwurf sei darin nur Terrorismus genannt, hieß es von der Generalstaatsanwaltschaft in Naumburg. Welche Art der Beteiligung dem Verdächtigen genau vorgeworfen wird, blieb zunächst unklar.

Bei den Terroranschlägen auf das „Bataclan“ und weitere Ziele waren 130 Menschen gestorben. In der Konzerthalle richteten Terroristen des sogenannten Islamischen Staats (IS) am 13. November 2015 ein Massaker an. Zudem wurden Bars und Restaurants beschossen, am Stade de France sprengten sich Selbstmordattentäter in die Luft.

Der jetzt verhaftete 39-Jährige sitzt in der Justizvollzugsanstalt Halle in Sachsen-Anhalt, wie ein Sprecher des Oberlandesgerichts Naumburg sagte. Das Gericht werde das Auslieferungsverfahren beschleunigt vorantreiben. In den nächsten Wochen soll der 39-Jährige nach Brüssel ausgeliefert werden. Den Namen des Verdächtigen gab die Staatsanwaltschaft mit Adis A. an.

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