Antisemitismus wird in Vortrag in Homburg thematisiert

Parallel wird eine Ausstellung eröffnet : Vortrag und Ausstellung mit präventivem Charakter

Der Awo-Ortsverein Erbach-Reiskirchen interkulturell lädt mit der Stadt Homburg zum Vortrag „Kritik des Antisemitismus in der heutigen Gesellschaft“ ein. Sprechen wird der Politikwissenschaftler und Publizist Stephan Grigat.

Die Veranstaltung findet am Dienstag, 11. September, um 19 Uhr im kleinen Sitzungssaal des Rathauses in Homburg statt.

Stephan Grigat, 1971 in Berlin geboren, ist Politikwissenschaftler und Publizist. Er unterricht an der Universität Potsdam, an der University in Haifa/Israel und ist zudem Lehrbeauftragter an der Universität in Wien.

Um zu erklären, in welchem Verhältnis der Antisemitismus zu jeweiligen Gesellschaftsform steht, wird Grigat zunächst einen knappen, historischen Abriss über vormoderne religiöse und moderne rassistische Ausprägungen des Judenhasses geben. Darauf aufbauend werden die Veränderungen antisemitischer Bilder und Ressentiments von 1945 bis in die Gegenwart nachgezeichnet. Dabei wird ein besonderer Fokus auf dem Hass islamistischer, linker und rechter Gruppierungen sowie der so genannten bürgerlichen Mitte auf den jüdischen Staat Israel liegen.

Parallel zum Vortrag wird die städtische Beigeordnete Christine Becker die Ausstellung „Jüdisches Leben in Deutschland heute“ eröffnen. Die Ausstellung zeigt am Beispiel zumeist junger Menschen, welche vielfältigen Wurzeln Menschen in Deutschland heutzutage haben. Sie stellt dar, wie unterschiedlich sie selbst damit umgehen und wie sie die Reaktionen ihrer Umwelt wahrnehmen. Die Ausstellung kann bis zum 9. November im Rathaus-Foyer besucht werden.

Vortrag und Ausstellung sind Teil der „Partnerschaft für Demokratie“ der Kreisstadt Homburg und werden vom Bundesfamilienministerium im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ gefördert.