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Saarbrücken
Wissenschaft ist frei – und wissenschaftliche Literatur?

Saarbrücken. Die Saar-Uni informiert über die Möglichkeiten zum kostenlosen Zugang zu Publikationen der Forschung.

(red) Der Begriff „Open Access“ bezeichnet in der Wissenschaft die Bestrebung, Forschungsergebnisse, die ohnehin schon aus öffentlichen Mitteln finanziert wurden, frei zugänglich zu machen. Ulrich Herb von der Saarländischen Universitäts- und Landesbibliothek (SULB) in Saarbrücken lädt gemeinsam mit Kollegen der SULB und des Leibniz-Instituts für neue Materialien am 26. Oktober interessierte Zuhörer nicht nur vom Campus zu einer Infoveranstaltung ein, um über Open Access zu informieren und zu diskutieren.


Laut der Saar-Uni geben wissenschaftliche Bibliotheken in Deutschland rund 300 Millionen Euro jährlich für aktuelle Literatur aus. Dabei seien Preissteigerungen für Zeitschriften-Abonnements von durchschnittlich sechs Prozent pro Jahr üblich. Die Unis müssten diese Steigerungen bisher hinnehmen, weil sie keine andere Wahl hätten. Seit einigen Jahren formiere sich Widerstand gegen die oft als willkürlich empfundenen Preissteigerungen. Bisheriger Höhepunkt sei der Boykott des Verlags Elsevier, der die deutsche Wissenschaft aufschreckt. Die Hintergründe dieser Entwicklung erläutert die Info-Veranstaltung am 26. Oktober ab 9.30 Uhr in Gebäude C9 3 der Saar-Uni. Um eine formlose und nicht-verpflichtende Anmeldung wird gebeten unter (06 81) 3 02 27 98 oder per E-Mail (u.herb@sulb.uni-saarland.de).