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Nord Stream 2
Der Streit ist übertrieben

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Der politische Streit um Nord Stream 2 wird auch nach dem Kompromiss nicht vorbei sein. Obwohl eine Abkühlung der erhitzten Gemüter zu wünschen ist. Die Gegner und Befürworter stilisieren die Gaspipeline zu einem entscheidenden Fall internationaler Energie- und Sicherheitspolitik. Von Volker Meyer zu Tittingdorf
Volker Meyer zu Tittingdorf

Das ist übertrieben. Weder hängt Deutschlands Energieversorgung allein von Nord Stream 2 ab, noch steht Osteuropa künftig ohne Gas da. Der klassische Transit wird weiter gebraucht.  Die Bedeutung Russland wird allerdings allein schon wegen des Kohleausstiegs wachsen. Die politisch heikle Abhängigkeit lässt sich aber durch  Flüssiggas-Terminals und durch den Ausbau erneuerbarer Energien begrenzen.