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Trotz Sicherheitsbedenken: Immer mehr Firmen speichern ihre Daten online bei Cloud-Anbietern

Trotz Sicherheitsbedenken : Immer mehr Firmen speichern ihre Daten online bei Cloud-Anbietern

Daten online in der Cloud zu speichern, hat sich bei Unternehmen in Deutschland durchgesetzt. Doch die Sorge um die Sicherheit hält laut einer aktuellen Untersuchung des Digitalverbands Bitkom viele Firmen noch immer davon ab, auf öffentliche Cloud-Lösungen zu setzen.

Fast zwei Drittel der Nichtnutzer solcher Angebote fürchteten einen unberechtigten Zugriff auf sensible Unternehmensdaten, berichtet Bitkom. Laut der Umfrage haben 56 Prozent dieser Unternehmen die Sorge, dass Daten verloren gehen könnten, 50 Prozent beklagten eine unklare Rechtslage. Für die repräsentativen Studie wurden 557 Unternehmen ab 20 Mitarbeitern in Deutschland befragt.

In den vergangenen zwölf Monaten habe es mehr Sicherheitsvorfälle in den hauseigenen IT-Abteilungen von Unternehmen gegeben als in öffentlichen Clouds, sagt Peter Heitkamp von der Beratungsgesellschaft KPMG. Ein Viertel der Nutzer von Public-Cloud-Angeboten habe Sicherheitsvorfälle beklagt, dagegen seien 30 Prozent im Unternehmen selbst entstanden.

Insgesamt ist die Nutzung von Cloud-Angeboten im vergangenen Jahr weiter leicht gestiegen, auch die Sicherheit werde zunehmend positiv wahrgenommen, sagt Bitkom-Mitarbeiter Axel Pols. Das wachsende Vertrauen zeige sich daran, dass immer mehr Unternehmen auch kritische Informationen in die Cloud auslagerten, ergänzt Peter Heitkamp. 75 Prozent der Unternehmen gaben in der Umfrage an, dass Cloud-Angebote den ortsunabhängigen Zugriff auf ihre Daten verbessert hätten. 50 Prozent der Nutzer sind der Ansicht, dass ihre Daten in der Cloud besser geschützt sind. Jedes fünfte Unternehmen gab zudem an, dass der Verwaltungsaufwand gesenkt werden konnte.

(dpa)