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Höchstens bei begründetem Verdacht: Chefs dürfen nicht jede E-Mail von Angestellten lesen

Höchstens bei begründetem Verdacht : Chefs dürfen nicht jede E-Mail von Angestellten lesen

Verbietet der Chef, private E-Mails während der Arbeitszeit zu schreiben, hat er gewisse Kontrollrechte. So darf er etwa Sendezeitpunkte und angeschriebene Adressen überprüfen.

Und er kann kontrollieren, ob die Nachricht einen dienstlichen Charakter hat. Darauf weist der Bund-Verlag in seinem Blog für Betriebsräte hin.

Dennoch dürfe der Arbeitgeber den Inhalt der Nachricht nicht ohne Weiteres lesen. Denn eine umfassende Überwachung der E-Mails sei unzulässig, so der Bund-Verlag. Auch der Einsatz von Kontrollsoftware sei ein Eingriff in die Persönlichkeitsrechte der Beschäftigten. Der Chef dürfe also höchstens Stichproben durchführen, um zu überprüfen, ob sich Angestellte an die Regeln hielten. Davon ausgenommen seien höchstens Fälle, bei denen eine gravierende Pflichtverletzung oder der begründete Verdacht auf eine Straftat bestehe – etwa der Veruntreuung oder der Verletzung von Geschäftsgeheimnissen.