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Bei Kindern und Jugendlichen beliebte App Tiktok steht in der Kritik

Kurze Filme mit Musik : Die Video-App Tiktok steht in der Kritik

Die bei jungen Nutzern beliebte Anwendung bereitet Daten- und Jugendschützern Sorgen.

Bei Kindern und Jugendlichen steht die App Tiktok, mit der sich kurze Videos mit Musik unterlegen und online verbreiten lassen, hoch im Kurs – gleichzeitig ist sie im Visier von Datenschützern. In Großbritannien läuft eine Untersuchung gegen Tiktok wegen des Umgangs mit den Daten junger Nutzer und weil Erwachsene innerhalb der App Kindern Nachrichten schreiben können, berichtet die britische Tageszeitung „The Guardian“.

Jugendliche können sich davor jedoch schützen. So lässt sich das eigene Profil auf privat stellen, erläutert die Initiative „Schau hin“ des Bundesfamilienministeriums. Nur Personen, denen man es erlaube, könnten so das eigene Profil abonnieren und dessen Beiträge sehen. Ebenfalls sinnvoll sei, nur befreundeten Nutzern zu erlauben, private Nachrichten zu schicken. Das schütze vor Kontaktaufnahmen durch Fremde. Eltern sollten mit ihrem Nachwuchs das Profil entsprechend einrichten und klare Nutzungsregeln vereinbaren, raten die Experten. Im Sicherheitszentrum der App finden sich demnach weitere Erläuterungen dazu, wie sich Profile besser schützen lassen.

Ein weiteres Problem können laut „Schau hin“ die Käufe innerhalb der App sein. Die Nutzer hätten die Möglichkeit, einander virtuelle Geschenke machen, für die echtes Geld fließe. Auch zusätzliche Funktionen ließen sich erwerben. Die Initiative rät Eltern, solche Käufe immer zuvor mit den Kindern abzusprechen.

Die App ist ab 13 Jahren freigegeben, Minderjährige brauchen laut den Geschäftsbedingungen eine Erlaubnis der Eltern. Doch „Schau hin“ zufolge findet keine wirksame Altersprüfung statt.

(dpa)