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Razzien
Keine Ruhe für die Autonomen

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Auffällig ist schon, wie unverhohlen und detailliert im linken Spektrum vor den Razzien der Polizei gewarnt worden ist. Jedenfalls könnte der Vorgang die Ermittler noch in Erklärungsnot bringen.

Und zwar dann, wenn sich herausstellen sollte, dass genau deshalb der erhoffte Schlag gegen die G20-Krawallmacher doch zu einem Schlag ins Wasser geworden ist. Das Vorgehen der Polizei in acht Bundesländern ist dennoch ein klares Zeichen an die Autonomen, dass sie auch Monate nach den Ausschreitungen keine Ruhe haben. Die Krawalle rund um den Gipfel in Hamburg im Juli waren in ihrer Brutalität beispiellos, gar eine Zäsur. Selbst auf dem Höhepunkt der harten Anti-Atomkraft-Proteste Anfang der 1980er Jahre hat die Republik nicht ein solches Ausmaß an Gewalt erlebt. Nicht nur gegen Polizisten. Sondern auch gegen völlig Unbeteiligte, deren Hab und Gut zerstört wurde. Umso wichtiger ist es, dass der politischen Empörung auch Taten gefolgt sind.