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Kramp-Karrenbauer
AKK übt indirekt Kritik an Seehofer und Spahn

Berlin. CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer hat provokative Äußerungen von Innenminister Horst Seehofer (CSU) und Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) indirekt als „etwas oberflächlich“ kritisiert. Es sei ein Stück weit Temperamentssache, wie etwas formuliert werde, sagte Kramp-Karrenbauer gestern nach Treffen der CDU-Spitzengremien in Berlin, ohne die Namen von Seehofer oder Spahn zu nennen. Solche Debatten dürften aber nicht dazu führen, dass die eigentlichen Fragen etwa im Zusammenhang mit der Islamdebatte „nicht mehr wirklich offen diskutiert werden, weil man auf dieser etwas oberflächlichen Diskussion schon hängenbleibt“, so die Saarländerin.

Spahn hatte mit scharfen Äußerungen zu Schwangerschaftsabbrüchen Krach in der großen Koalition provoziert, CSU-Chef Seehofer mit der Feststellung, der Islam gehöre nicht zu Deutschland.


Die Frage bei „solchen Formulierungen“ sei laut Kramp-Karrenbauer: „Dienen sie am Ende dazu, die von den Menschen empfundenen Probleme zu lösen?“ Wenn sie eher hinderlich seien, solle man lieber andere Formulierungen wählen.