Fernsehen Umfrage: „Ich könnte nicht einschlafen“

Fernsehen Umfrage : „Ich könnte nicht einschlafen“

Ein Leben ohne Fernsehen? „Laaaangweilig“. „Ich könnte nicht einschlafen.“ „Ich wüsste gar nicht, was ich zu Hause sonst tun würde.“ Antworten, die sich ein Fernsehmacher für einen verzweifelten Werbeappell ausgedacht hat? Nein, nicht ganz. Die Aussagen stammen von drei jungen Frauen in der Saarbrücker Bahnhofstraße. Tuba (23), Melina (23) und Esma (21) aus Dillingen können sich nämlich kein Leben ohne Fernsehen vorstellen. Sie haben zwar Freunde, die tagein tagaus Filme über Netflix konsumieren, aber sie selbst schauen meistens, „was gerade so läuft“. Tubas Lieblingsserie: Die Online-Dating-Show Catfish. „Immer abends um halb 11“, sagt sie. Wiederholungen im Netz? „Eher selten.“

Ein Leben ohne Fernsehen? „Laaaangweilig“. „Ich könnte nicht einschlafen.“ „Ich wüsste gar nicht, was ich zu Hause sonst tun würde.“ Antworten, die sich ein Fernsehmacher für einen verzweifelten Werbeappell ausgedacht hat? Nein, nicht ganz. Die Aussagen stammen von drei jungen Frauen in der Saarbrücker Bahnhofstraße. Tuba (23), Melina (23) und Esma (21) aus Dillingen können sich nämlich kein Leben ohne Fernsehen vorstellen. Sie haben zwar Freunde, die tagein tagaus Filme über Netflix konsumieren, aber sie selbst schauen meistens, „was gerade so läuft“. Tubas Lieblingsserie:  Die Online-Dating-Show Catfish. „Immer abends um halb 11“, sagt sie. Wiederholungen im Netz? „Eher selten.“

Die 51-jährige Saarbrückerin Susanne Duch schaut täglich etwa zwei Stunden fern. „Alles frei empfangbar“, sagt die treue Zuschauerin von Tim Mälzers Kochshow „Kitchen Impossible“. Der Laptop könne noch so groß sein: „Das Erlebnis mit dem Fernseher ist einfach ein anderes.“ Dennoch glaubt Duch, dass die Menschen künftig nicht mehr bereit sein werden, sich nach dem Fernsehprogramm zu richten: „Es wird sich alles ins Internet verlagern.“

So sieht es auch der 30-jährige Frederik Moser. Der große Trend sei „On demand“ – Fernsehen auf Abruf. Der Saarbrücker glaubt, dass das Fernsehen der Zukunft interaktiver sein wird. „Viele Programme laufen nebenbei. Man unterhält sich gleichzeitig auf anderen Medien-Channels über das laufende Programm.“

Über Twitter kommentieren würde der 86-jährige Erwin Schönborn die Talkshow von Maybrit Illner wahrscheinlich nicht. Dennoch schaut er sie regelmäßig. Und zwar dann, wenn sie im Programm vorgesehen ist. „Wir glauben nicht, dass das Fernsehen ausgedient hat“, sagen er und sein Sohn Dieter (55) unisono. Der ist auch noch treuer Fernsehzuschauer, nur in einem Fall weicht der mittlerweile in Hessen lebende Saarbrücker auf das Internet aus: „Wenn ich die Spiele des 1. FC Saarbrücken sehen will.“

Auch Hubertus Lehnhausen sieht sich selbst als „konservativer Fernsehgucker“.  Den Filmekonsum im Internet überlässt der 62-Jährige dem Sohnemann. Sein tägliches Pflichtprogramm: 19 Uhr Heute Journal, 20 Uhr Tagesschau und um 22.30 Uhr die Tagesthemen.

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Claire Schneider. Foto: Fatima Abbas
Hubertus Lehnhausen. Foto: Fatima Abbas
Frederik Moser. Foto: Fatima Abbas
Susanne Duch. Foto: Fatima Abbas

Die Sendungen von Hubertus Lehnhausen könnte die 23-jährige Claire Schneider nur auf ihrer Leinwand mit Beamer schauen. Denn sie hat keinen Fernseher zu Hause. „Es gibt vieles als Online-Stream“, sagt die Saarbrückerin. Obwohl sie ihr Gerät abgeschafft hat, glaubt sie nicht, dass der Fernseher so schnell aus den Haushalten verschwinden wird. „Dafür sind die Deutschen viel zu traditionsbewusst.“

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