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Leserbrief Marlies Krämer/geschlechterneutrale Sprache
Beschränken wir uns doch auf „das“

Gleichberechtigung bei Frauen und Männern ist wünschenswert. Aber im Gebrauch einer in Jahrtausenden Jahren entwickelten Sprache sollte man(n)/frau/es oder saarländisch „ähs“ verstehen können, dass „Kunde“ keine Abwertung der „Kundin“ darstellt, „Vaterland“ nicht gleichbedeutend mit Ausschließen von Müttern ist oder „Muttersprache“ impliziert, Männer besäßen keine angestammte Sprache. Am besten wäre, man eliminiert männliche und weibliche Artikel und hat nur noch „das“. Das Mutter, das Vater, dann sind auch gleichgeschlechtliche Paare in eventueller Kindererziehung gleich mitberücksichtigt. Und mit „das Kunde“ wäre sogar das neu geschaffene dritte, neutrale Geschlecht integriert. Dann können wir die deutsche Sprache gleich komplett abschaffen, dann sind wir nämlich beim englischen „the“. Ob sich mit dieser einfacheren Sprachregelung aber weniger diskriminiert fühlen, bezweifele ich. Wenn man keine Probleme hat, macht man welche. Unsere Gerichte haben ja jede Menge Kapazitäten frei … Unfassbar.