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Bürgerkrieg
Syrische Rebellen in Idlib ziehen sich aus Pufferzone zurück

Kämpfer der Nationalen Befreiungsfront patrouillieren an der Front in Hama. In der Nachbarprovinz Idlib wird die Pufferzone errichtet.
Kämpfer der Nationalen Befreiungsfront patrouillieren an der Front in Hama. In der Nachbarprovinz Idlib wird die Pufferzone errichtet. FOTO: dpa / Anas Alkharboutli
Moskau/Ankara. Wenige Tage vor Ablauf einer Frist wächst die Hoffnung auf eine friedliche Lösung für Syriens letzte große Rebellenhochburg Idlib. Russland zeigte sich gestern zufrieden mit dem Abzug syrischer Milizen aus einer dort geplanten Pufferzone. dpa

Der russische Außenminister Sergej Lawrow erklärte in Moskau, der Rückzug der bewaffneten Gruppen laufe reibungslos. Das zwischen Russland und der Türkei ausgehandelte Abkommen werde umgesetzt.


Kreml-Chef Wladimir Putin und der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatten sich im September auf eine bis zu 20 Kilometer breite entmilitarisierte Pufferzone in Idlib geeinigt. Sie soll bis zum kommenden Montag eingerichtet sein, um eine Großoffensive der syrischen Regierungsanhänger zu verhindern. Bis gestern mussten alle schweren Waffen aus der Pufferzone abgezogen werden.

Nach Angaben des russischen Außenministeriums haben inzwischen mehr als 1000 Rebellen das Gebiet verlassen. Das türkische Verteidigungsministerium teilte mit, der Abzug der schweren Waffen in Idlib sei abgeschlossen.



Zu der oppositionellen Befreiungsfront gehören mehrere gemäßigte Gruppen. Daneben sind in Idlib auch radikal-islamische Milizen aktiv.