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Bundesregierung will gegen Abzocke in Warteschleifen vorgehen

Die Bundesregierung will gegen die millionenschwere Abzocke in Telefon-Warteschleifen vorgehen.

Saarbrücken. Dazu sollen voraussichtlich Mitte des Jahres Gespräche zwischen dem Verbraucher- und Wirtschaftsministerium stattfinden.

Eine Sprecherin von Verbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) sagte der Saarbrücker Zeitung: „Es soll künftig so sein, dass Warteschleifen nicht mehr auf Kosten der Anrufenden gehen.“ Im Rahmen der Beratung beider Ressorts über das dritte EU-Telekommunikationspaket werde das Thema aufgegriffen.

„Wir hoffen, dass es dann eine zufriedenstellende Lösung für die Verbraucher gibt“, so die Sprecherin. Außerdem sei die Bundesnetzagentur schon dabei, die technischen Voraussetzungen zu schaffen, „um bei Gesprächen zwischen einem kostenpflichtigen und einem kostenfreien Teil zu unterscheiden.“

In einem Bundestagsantrag fordern die Grünen eine gesetzliche Pflicht zur Kostenfreiheit von Warteschleifen. Anrufer von 0900er und 0180er Rufnummern sollen demnach erst dann zahlen, „wenn sie tatsächlich mit einem Berater verbunden worden sind“. Viele Unternehmen würden es inzwischen als „Geschäftsmodell“ ansehen, Kunden minutenlang in der Leitung hängen zu lassen. has