Mehr im Geldbeutel

(dpa) Deutschlands Beschäftigte haben im vergangenen Jahr von der niedrigen Inflation profitiert. Wegen der geringen Teuerung machten sich Lohnerhöhungen kräftig im Geldbeutel bemerkbar. Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes stiegen die Löhne nominal um 2,3 Prozent gegenüber 2015, abzüglich der Inflation von 0,5 Prozent blieb ein Reallohnplus von 1,8 Prozent. Es war der dritthöchste Anstieg seit Beginn der statistischen Zeitreihe im Jahr 2008, wie die Behörde mitteilte. Im Jahr 2015 waren die Reallöhne um 2,4 Prozent gestiegen. Die Statistiker führten den Zuwachs im vergangenen Jahr in erster Linie auf die geringe Teuerung zurück und nicht auf den Anstieg der Verdienste. Die Inflation sei mit 0,5 Prozent deutlich schwächer ausgefallen als im Schnitt der letzten fünf Jahre (plus 1,0 Prozent). Die Nominallöhne seien hingegen durchschnittlich stark gestiegen.