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EU macht Druck für schnellen Verkauf der Bayern-LB

München. Die EU-Kommission macht massiv Druck auf die Bayerische Regierung für einen schnellen Verkauf der angeschlagenen Bayern-LB. EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes verlange einen Beginn der Privatisierung bereits im Jahr 2011, heißt es in der Regierung

München. Die EU-Kommission macht massiv Druck auf die Bayerische Regierung für einen schnellen Verkauf der angeschlagenen Bayern-LB. EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes verlange einen Beginn der Privatisierung bereits im Jahr 2011, heißt es in der Regierung. Die Bayern wehren sich, da eine Erholung der Finanzbranche in so kurzer Zeit nicht zu erwarten ist - und damit auch kein potenter williger Käufer. Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) betonte, die Zusammenarbeit mit der EU-Kommission sei sehr gut. "Ich bin da sehr zuversichtlich", sagte er. "Es wäre aber nicht gut, wenn man unrealistische Zeitpunkte wählt. Wir brauchen ein besseres Umfeld." Die EU-Kommission prüft das Restrukturierungskonzept der Bayern-LB, das eine mittelfristige Gesundschrumpfung der Bank vorsieht. Kommissarin Kroes gilt nicht als Freundin der deutschen Landesbanken. Bei der West-LB macht Kroes noch härtere Vorgaben und verlangt, dass die Bank bis 2011 verkauft werden muss. Ein früher Verkauf würde bedeuten, dass der Freistaat wegen des voraussichtlich auch im Jahr 2011 noch ungünstigen Marktumfelds einen beträchtlichen Teil seiner bisherigen Milliardenhilfen für die BayernLB abschreiben müsste. dpa