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Arbeitsrecht
Lob für Plan zur Job-Entfristung

Berlin. IAB-Chef: Vor allem der öffentliche Dienst sorgt für Ärger und Probleme.

Der Kompromiss von Union und SPD im Koalitionsvertrag zum Arbeitsrecht könnten die Zahl der sachgrundlosen Befristungen um etwa 400 000 reduzieren. Zu diesem Ergebnis kommen Experten des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), berichteten die Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland. Allerdings könne niemand seriös vorhersagen, wie viele dieser Arbeitsverhältnisse dann mit Sachgrund befristet werden, wie viele unbefristet vereinbart werden und wie viele gar nicht mehr zustande kommen.


Die Nürnberger Arbeitsmarktforscher gehen von insgesamt 1,3 Millionen Beschäftigten mit sachgrundlos befristeten Verträgen aus. IAB-Chef Joachim Möller wertet auch die geplante Begrenzung begründeter Befristungen als positiven Schritt. „Das Hauptproblem ist die Verkettung begründeter Befristungen, die zu recht von vielen als sehr ärgerlich wahrgenommen wird. Das ist häufig im Öffentlichen Dienst anzutreffen“, kritisierte Möller.