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Börsenkultur
Aktionärszahl auf höchstem Stand seit zehn Jahren

Frankfurt. (dpa) Die Zahl der Aktionäre in Deutschland ist auf den höchsten Stand seit zehn Jahren gestiegen. Etwas mehr als zehn Millionen Menschen hierzulande besaßen im vergangenen Jahr Aktien oder Anteile an Aktienfonds, teilte das Deutsche Aktieninstitut (DAI) gestern mit. Zum Vorjahr stieg die Zahl der Aktionäre um fast 1,1 Millionen. 15,7 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahre und damit etwa jeder sechste legt demnach direkt oder indirekt Geld an der Börse an. Weil die meisten Deutschen nach wie vor einen weiten Bogen um die Aktienmärkte machen, ist das Aktieninstitut jedoch vorsichtig, von einer Trendwende zu sprechen: „So erfreulich die Entwicklung 2017 war, Entwarnung für die Aktienkultur bedeutet dies nicht.“

Die Aktionärsquote in Deutschland sei im Vergleich zu anderen Industrieländern „immer noch viel zu niedrig“. Ein weiterer Grund für die Skepsis des Aktieninstituts: Vor allem Kleinanleger trennen sich erfahrungsgemäß bei fallenden Kursen rasch wieder von Aktien. Auch steigende Zinsen sind für viele Anleger ein Verkaufsgrund.


(dpa)