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Roboter der Universität Bonn soll bei Fußballmeisterschaft antreten

Diesen Fußball-Roboter haben Informatiker der Universität Bonn entwickelt. Foto: igus
Diesen Fußball-Roboter haben Informatiker der Universität Bonn entwickelt. Foto: igus FOTO: igus
Der Robocup ist die Fußball-Weltmeisterschaft der Informatik. Hier treten allerdings nicht Menschen, sondern Roboter gegeneinander an. Forscher der Uni Bonn haben nun einen neuen Mitspieler dieses Wettbewerbs vorgestellt. np

Bonn. Informatiker der Uni Bonn haben einen Roboter von einem Roboter hergestellen lassen. Sie produzierten gemeinsam mit dem auf Kunststofftechnik spezialisierten Unternehmen Igus einen 90 Zentimeter großen und sechs Kilogramm schweren Roboter per 3-D-Drucker. Er soll beim RoboCup antreten, der internationalen Fußballmeisterschaft der Informatik, bei der die Robo-Kicker in Teams spielen.

Das wissenschaftliche Ziel des Robocup ist extrem hoch gesteckt. Bis 2050 wollen die Informatiker ein Roboter-Team auf die Beine stellen, das in der Lage ist, gegen den dann amtierenden menschlichen Fußballweltmeister anzutreten. Bis dahin bleibt freilich viel zu tun. Heute trennen Mensch und Maschine auf dem Fußballplatz Welten.

Den Bonner Fußball-Roboter setzen 20 motorisierte Gelenke in Bewegung. Sein Gehirn ist ein eingebauter Computer, der die aufwändigen Berechnungen der Bild- und Bewegungsanalyse übernimmt und sein Verhalten auf dem Platz steuert. Als Augen hat er zwei Weitwinkel-Objektive, die ihm ein Sichtfeld von 180 Grad verleihen, so dass er die gesamte Umgebung vor sich erfassen kann, erläutert die Bonner Universität. Auch außerhalb des Fußballplatzes soll der neue Roboter vom Rhein Karriere machen. Die Bonner Informatiker wollen das System Wissenschaftlern anderer Hochschulen für Forschung und Lehre zur Verfügung stellen.