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Trump soll kein Geld mehr bekommen

Washington. Nach den gehäuften verbalen Entgleisungen des US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump wollen mehr als 70 einflussreiche Republikaner dem Politiker den Geldhahn zudrehen. In einem Brief an Parteichef Reince Priebus, aus dessen Entwurf die Website "Politico" gestern zitierte, fordern die Unterzeichner einen "sofortigen" Stopp der Wahlkampffinanzierung des Rechtspopulisten. Das Geld müsse stattdessen den Kandidaten für die ebenfalls im November stattfindenden Kongresswahlen zugutekommen. "Wir glauben, dass Donald Trumps Entzweiung, Rücksichtslosigkeit, Inkompetenz und rekordverdächtige Unbeliebtheit diese Wahl in einen demokratischen Erdrutsch verwandeln können", heißt es in dem Brief. Unterschrieben haben ihn bislang zahlreiche frühere Parteimitarbeiter, darunter Andrew Weinstein und der ehemalige Senator Gordon Humphrey. dpa/afp

Trump selbst sagte derweil, eine mögliche Niederlage bei der US-Präsidentschaftswahl würde ihm nichts ausmachen. "Letztlich wird es entweder klappen, oder ich habe einen sehr, sehr schönen, langen Urlaub", sagte Trump.



Die US-Präsidentschaftskandidatin der Demokraten, Hillary Clinton , verschärfte unterdessen auch in der Wirtschaftspolitik ihre Attacken gegen Trump. In einer Rede warf sie dem Immobilienmilliardär vor, eine Politik nur für die Reichen betreiben zu wollen: Trump plane Billionen Dollar an Steuererleichterungen "für Leute seinesgleichen". Clintons Rede war eine direkte Replik auf ihren Rivalen, der zu Wochenbeginn sein Wirtschaftsprogramm dargelegt hatte. Die Demokratin bezeichnete es als "Mythos", dass Trump auf der Seite der kleinen Leute stehe und sich mit den "Reichen und Mächtigen" anlegen wolle. > : Meinung