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Kommentar
Kein Interesse an Frieden

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Die UN-Resolution ist nicht ansatzweise stark genug, um das Grauen in Syrien zu beenden. Daran scheint nicht nur Baschar al-Assad, sondern gerade dessen Schutzpatron Wladimir Putin auch kein Interesse zu haben. Erst verhandelt Moskau die Waffenruhe provozierend langsam, ringt um jedes Wort, damit der Schlächter von Damaskus genug Zeit bekommt, die Rebellen zu bombardieren. Zudem erlaubt es die Resolution Assad auch künftig Terroristen zu bekämpfen. Und wer in Syrien ein Terrorist ist, entscheidet einzig der Präsident. Im Zweifel sind es alle, die gegen ihn sind. Von Pascal Becher
Pascal Becher

Den Fortbestand des blutigen Bürgerkriegs aber allein am Unwillen Russlands festzumachen, wäre  falsch. Russland ist der mächtigste Akteur. Aber auch die Rebellen, Islamisten, Kurden, die Türkei, USA, Israel und der Iran verfolgen in Syrien eigene, teilweise diametral widerstrebende Interessen. Und alle haben zumindest so viel Einfluss, dass ohne sie ein Frieden in Syrien unmöglich scheint.