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„Irreführend“
Informatikerin rügt Begriff der „Künstlichen Intelligenz“

München/Saarbrücken. In Saarbrücken hat sich ihm eine der renommiertesten wissenschaftlichen Einrichtungen verschrieben. Nun stellt eine Expertin den Begriff grundsätzlich infrage: den Begriff der „Künstlichen Intelligenz“ (KI). kna

Die Wirtschaftsinformatikerin Sarah Spiekermann sagte in der Süddeutschen Zeitung: „Maschinen sind im menschlichen Sinn nicht intelligent.“ Es handele sich um einen fundamental irreführenden Begriff, der aus Marketinggründen verwendet werde. „Maschinen haben anders als Menschen keine Sinneseindrücke. Eine Maschine kann nur Daten verarbeiten, die sie vordefiniert als Input bekommt“, sagte die Professorin am Institut für Wirtschaftsinformatik der Wirtschaftsuni Wien.


Spiekermann wandte sich auch gegen eine menschenähnliche Gestaltung von Robotern. Wenn Roboter aussähen oder sprächen wie Menschen, übertrügen Menschen ihre Schemata instinktiv auf die Maschine. „Für mich hat das Bauen von menschenähnlichen Wesen etwas vom Spielen mit Gott“, sagte sie.