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Kindergeld-Studie
Teilhabegeld wäre sinnvoll

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Viel ist darüber gemutmaßt worden, dass gerade weniger begüterte Familien die direkten staatlichen Transfers für ihre Kinder doch eh nur in Alkohol und Zigaretten umsetzen würden. Dieses Vorurteil hat eine Studie nun anhand des Kindergeldes zumindest teilweise revidiert. Von Stefan Vetter

Wahr ist nämlich auch, dass ganz arme Familien, also die mit Hartz IV, gar nicht vom Kindergeld profitieren, weil es verrechnet wird.


Die zentrale Schlussfolgerung der Studie sollte dadurch aber nicht entwertet werden. Schon seit Jahren machen sich Sozialverbände für eine einkommensabhängige Kindergrundsicherung stark, die alle staatlichen Leistungen für Kinder zusammenfasst. Die Studienautoren sprechen nun von einem „Teilhabegeld“, was, sinnvoll umgesetzt, Kindern tatsächlich komplett zugutekäme. Für eine solche Grundsicherung braucht die Bundesregierung nur die alte Idee einer Chipkarte neu zu beleben, die vor Jahren im Zuge des Bildungspakets geboren, aber aus fadenscheinigen Gründen wieder beerdigt wurde.