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Finanzwirtschaft
Saar-Sparkassen mit mehr Krediten und Einlagen

Saarbrücken. Die saarländischen Sparkassen haben sich in den ersten sechs Monaten des Jahres trotz hohen Wettbewerbsdrucks und sinkender Zinsmargen „erneut gut geschlagen“. Das sagte am Freitag die Präsidentin des Sparkassenverbands Saar, Cornelia Hoffmann-Bethscheider, bei der Jahrespressekonferenz der Finanzgruppe (Sparkassen, Saar-LB, LBS und Saarland-Versicherungen).

Besonders das Kreditgeschäft habe sich positiv entwickelt. Es sei um 2,5 Prozent auf 13,07 Milliarden Euro gestiegen. Die Einlagen konnten trotz niedriger Zinsen um 3,1 Prozent auf 12,47 Milliarden Euro gesteigert werden. „Allerdings legen die Leute ihr Geld vermehrt auch in Wertpapieren an“, betonte Hans-Werner Sander, Landesobmann der sechs Saar-Sparkassen. Der Nettoabsatz der Wertpapiere sei um 18,6 Prozent auf 109,1 Millionen Euro angewachsen.


Das Mega-Thema bei der Finanzgruppe ist die Digitalisierung, so Hoffmann-Bethscheider. Diese verändere nicht nur die Kundenbeziehungen, sondern präge immer stärker die Arbeitsabläufe in den Unternehmen. So hat die Saar-LB ein so genanntes Digi-Lab eingerichtet. „Ziel ist es, dass die Kundenbetreuer zeitnah durch andere Einheiten in der Bank unterstützt werden“, sagte Vorstandschef Thomas Bretzger. Dies verbessere den Informationsfluss spürbar, „sodass sich schneller Lösungen für die oft komplexen Anforderungen von Mittelständlern, institutionellen Kunden oder Kommunen finden lassen“.

Die Saarland-Versicherungen sind dabei, einen digitalen Versicherungsordner zu entwickeln. „Dadurch erhalten unsere Kunden einen umfassenden Überblick über ihre Versicherungssituation, so dass Lücken schnell aufgedeckt werden“, sagte Vorstandschef Dirk Hermann. Anfang 2019 soll der digitale Ordner eingeführt werden. Die Bausparkasse LBS will mit einer Berater-App „den Kaufinteressenten persönlich auf dem Weg zur eigenen Wunschimmobilie begleiten“, erläuterte Gunar Feth, der im Saar-LB-Vorstand für die LBS zuständig ist.



(low)