Arztskandal im Saarland: Informationspanne bei der Staatsanwaltschaft im Fall des Pathologen

Kostenpflichtiger Inhalt: Arztskandal im Saarland : Informationspanne bei der Staatsanwaltschaft im Fall des Pathologen

Der niedergelassene Pathologe, dem jetzt nach einer Strafanzeige wegen angeblicher Fehldiagnosen vorläufiges Berufsverbot erteilt wurde, ist polizei- und justizbekannt. Die Staatsanwaltschaft Saarbrücken hatte allerdings wohl versäumt, die Approbationsbehörde über einen Vorfall zu informieren.

Dies ist aber in einer Vorschrift über „Mitteilungen in Strafsachen“ so vorgesehen. Demnach hätte die Staatsanwaltschaft neben der Ärztekammer auch die Approbationsbehörde einschalten sollen, als der Arzt im März 2014 bei einem Unfall unter dem Einfluss „berauschender Mittel“ aufgefallen war. Pressestaatsanwalt Dennis Zahedi bestätigte den Vorfall auf Anfrage. Demnach stand der unfallverursachende Pathologe damals unter Medikamenteneinfluss. Um welche Medikamente es sich handelte, wurde nicht mitgeteilt.

Das Amtsgericht St. Ingbert verhängte damals eine Geldstrafe per Strafbefehl und eine achtmonatige Führerscheinsperre. Darüber wurde damals die Ärztekammer informiert, nicht aber die Approbationsbehörde.

Mehr von Saarbrücker Zeitung