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Österreicher stimmen für Beibehaltung der Wehrpflicht

Wien. Die Österreicher haben gestern in einer Volksbefragung für die Beibehaltung der Wehrpflicht gestimmt. Nach dem vorläufigen Endergebnis votierten 59,8 Prozent der Teilnehmer des Referendums für das aktuelle Wehrdienstmodell. 40,2 Prozent stimmten für die Einführung einer Berufsarmee aus Freiwilligen. Das Ergebnis ist zwar nicht bindend

Wien. Die Österreicher haben gestern in einer Volksbefragung für die Beibehaltung der Wehrpflicht gestimmt. Nach dem vorläufigen Endergebnis votierten 59,8 Prozent der Teilnehmer des Referendums für das aktuelle Wehrdienstmodell. 40,2 Prozent stimmten für die Einführung einer Berufsarmee aus Freiwilligen. Das Ergebnis ist zwar nicht bindend. Bundeskanzler Werner Faymann hat aber angekündigt, dass seine Regierung dem Wählerwillen folgen wolle. Seine Sozialdemokraten hatten ebenso wie die Grünen für eine Umstellung auf ein Berufsheer geworben. Das Votum werteten Beobachter vor den geplanten Parlamentswahlen im Oktober als Schlag für Faymanns Sozialdemokraten.



Die gleichfalls an der Regierung beteiligten Konservativen von der ÖVP hatten für die Beibehaltung der Wehrpflicht geworben. Das bisherige System "aus Berufssoldaten, Grundwehrdienern und Milizsoldaten passt Österreich wie ein Maßanzug", erklärte die ÖVP-Innenministerin Johanna Mikl-Leitner. Es sei "die beste und günstigste Versicherung für alle künftigen Herausforderungen".

Zu der Abstimmung aufgerufen waren rund 6,3 Millionen Bürger. Die Wahlbeteiligung lag bei rund 50 Prozent. afp

Foto: Seeger/dpa