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Verluste
Bannon warnt Republikaner vor Kongresswahlen

Donald Trumps ehemaliger Chefstratege Steve Bannon
Donald Trumps ehemaliger Chefstratege Steve Bannon FOTO: dpa / Evan Vucci
Washington. Der ehemalige Chefstratege im Weißen Haus, Stephen Bannon, hat die Republikaner vor Folgen massiver Verluste bei den Kongresswahlen im November gewarnt. Die Partei würde 35 bis 40 Sitze im Repräsentantenhaus einbüßen, wenn heute Wahl wäre, sagte Bannon gestern. dpa

Die Mehrheit im Unterhaus hätten dann die Demokraten, die ein Amtsenthebungsverfahren gegen Präsident Donald Trump anstrengen würden. Um dies noch zu verhindern, habe er die Organisation Citizens of the American Republic ins Leben gerufen. Die Gruppe werde die Halbzeitwahlen als ein Votum zum Schutz Trumps deklarieren. Zudem rief Bannon die Republikaner auf, ihre Bemühungen gegen höchst motivierte Demokraten zu forcieren. In die Zwischenwahlen könne man nicht mit der traditionellen republikanischen Masche gehen, mahnte er. „Wenn man das dennoch macht, wird man ausgepustet.“


Bannons Appell werteten Beobachter als Test, wie viel Einfluss er ein Jahr nach seinem Rauswurf aus dem Weißen Haus noch bei Republikanern genießt. Sein Verhältnis zu Trump kühlte sich dramatisch ab, nachdem im Januar 2018 ein Enthüllungsbuch mit beißenden Zitaten Bannons über den Präsidenten erschien: Der Ex-Chefstratege bezeichnete Trump als undiszipliniert und kritisierte dessen Sohn Donald Jr. Bannons Eintreten für den umstrittenen Republikaner Roy Moore auch nach dem Bekanntwerden von Vorwürfen früheren sexuellen Missbrauchs verstärkte den Unmut.