| 20:51 Uhr

„Erhebliche Diskrepanzen“
Zeuge belastet Angeklagten in Apotheker-Prozess

Essen. Ein weiterer Zeuge hat den Angeklagten im Prozess um gestreckte Krebsmedikamente gestern vor dem Essener Landgericht schwer belastet. Der ehemalige kaufmännische Leiter des angeklagten Bottroper Apothekers sprach von „erheblichen Diskrepanzen“ zwischen den Mengen eingekaufter und produzierter Wirkstoffe. „Das war nicht mehr erklärbar“, sagte der 46-Jährige. Deshalb sei er im September 2016 zur Polizei gegangen.

Ein weiterer Zeuge hat den Angeklagten im Prozess um gestreckte Krebsmedikamente gestern vor dem Essener Landgericht schwer belastet. Der ehemalige kaufmännische Leiter des angeklagten Bottroper Apothekers sprach von „erheblichen Diskrepanzen“ zwischen den Mengen eingekaufter und produzierter Wirkstoffe. „Das war nicht mehr erklärbar“, sagte der 46-Jährige. Deshalb sei er im September 2016 zur Polizei gegangen.


Der Apotheker wurde am 29. November festgenommen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, Krebsmedikamente unterdosiert, aber voll abgerechnet zu haben. 45 Krebsbetroffene haben sich dem Strafverfahren inzwischen als Nebenkläger angeschlossen. Eine Frau war während des Verfahrens gestorben. Ihr Platz wurde von ihrem Ehemann übernommen.