Israel entfernt Metalldetektoren am Tempelberg

Unruhen in Jerusalem : Israel entfernt Metalldetektoren

Nach Unruhen mit mehreren Toten hat Israel die umstrittenen Metalldetektoren an den Zugängen zum Tempelberg in Jerusalem wieder entfernt. Polizisten hätten nach einer Entscheidung des Sicherheitskabinetts die Tore in der Nacht zum Dienstag abgebaut, bestätigte ein Polizeisprecher. Vorausgegangen waren Proteste der Palästinenser. Der Tempelberg in der Altstadt von Jerusalem ist Juden wie Muslimen heilig.

Nach Unruhen mit mehreren Toten hat Israel die umstrittenen Metalldetektoren an den Zugängen zum Tempelberg in Jerusalem wieder entfernt. Polizisten hätten nach einer Entscheidung des Sicherheitskabinetts die Tore in der Nacht zum Dienstag abgebaut, bestätigte ein Polizeisprecher. Vorausgegangen waren Proteste der Palästinenser. Der Tempelberg in der Altstadt von Jerusalem ist Juden wie Muslimen heilig.

Israelische Medien berichteten, auch neu angebrachte Überwachungskameras seien abmontiert worden. Stattdessen sollten künftig andere Überwachungsmethoden eingesetzt werden, teilte die Regierung mit. Es soll sich unter anderem um Kameras zur Gesichtserkennung handeln. Palästinenser äußerten die Sorge, die Kameras könnten etwa verschleierte Frauen bloßstellen. Die Polizei wies diese Befürchtungen allerdings als unbegründet zurück.

Den Boykott wollen die Palästinenser so lange aufrechterhalten, bis der Staat Israel wieder zur Situation vor dem 14. Juli zurückkehre. An diesem Tag hatte das Land wegen eines Attentats die Sicherheitsvorkehrungen massiv verschärft.