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Rheinland-Pfalz bekräftigt Investoren-Interesse am Hahn

Mainz/Hahn. Gestern Nacht ist die erste Frist abgelaufen, in der sich Interessenten für den Flughafen Hahn melden konnten. Ab September sollen dann Kandidaten für die Verhandlungen feststehen. Agentur

Zum Ende der ersten Frist beim Neustart des Bieterverfahrens für den flügellahmen Hunsrück-Flughafen Hahn hat Rheinland-Pfalz bekräftigt, dass mehrere Investoren Interesse angemeldet hätten. "Zu ihrer Belastbarkeit lässt sich aber noch nichts sagen", sagte der Sprecher des rheinland-pfälzischen Innenministeriums, Joachim Winkler.

Innenminister Roger Lewentz (SPD ) teilte mit: "Die eingegangenen Interessenbekundungen werden nach Ablauf der Frist in einem ersten Schritt von (der Beratungsfirma) KPMG nach den in der Ausschreibung genannten Kriterien gesichtet und bewertet."

Die erste Frist von sieben Werktagen war gestern Nacht zuende gegangen. Überzeugende Interessenten können in der zweiten Phase bis zum 1. September detaillierte Unterlagen einreichen. In der dritten Phase folgen die Verhandlungen mit ausgewählten Bietern.

Der vorherige Verkauf an die dubiose chinesische Firma SYT war wegen mutmaßlichen Betrugs spektakulär geplatzt. Der hoch defizitäre Flughafen Hahn gehört größtenteils dem Land Rheinland-Pfalz und zu einem kleinen Teil Hessen.

Die CDU-Opposition im Mainzer Landtag hielt Wirtschaftsminister Volker Wissing (FDP ) vor, sich der angeblichen "Vertuschungstaktik" von SPD und Grünen auf der Regierungsbank anzuschließen. Die kritisierte Beratungsfirma KPMG hatte öffentlich über ihre Empfehlungen beim gescheiterten Hahn-Verkauf an SYT informieren wollen, wurde aber vom Innenministerium mit Hinweis auf den weiter beabsichtigten Verkauf nicht von ihrer Verschwiegenheitspflicht entbunden. Die CDU-Fraktion argumentierte dagegen, es reiche, wenn KPMG grünes Licht für die Freigabe von Informationen über das Desaster mit SYT bekomme. Die künftigen Verhandlungen mit anderen Bietern blieben davon unberührt, hieß es von der Oppositionspartei.