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Ungesunde Ernährung
Studie: Pommes und Chips sind Belohnung fürs Gehirn

Köln. Ist die Chipstüte aufgerissen, ist sie meist fast schon leer. Die Finger fahren automatisch immer wieder in die Tüte und stopfen das fettige Knabberzeug hemmungslos in den Mund. Obwohl Chips, Pommes oder Sahnetorte ungesund sind, können viele Menschen nicht aufhören zu mampfen.

Warum das so ist, haben Wissenschaftler des Kölner Max-Planck-Instituts für Stoffwechselforschung herausgefunden. Die Forscher zeigten, dass fettiges oder kohlenhydratreiches Essen jeweils schon für sich genommen das Belohnungssystem des Gehirns aktiviert. Beides in Kombination verstärke den Effekt.


Dabei überlagern einer Studie zufolge die Belohnungs-Signale des Gehirns offenbar das Sättigungsgefühl. „Deshalb hören wir meistens nicht auf zu essen, obwohl wir satt sind“, erklärte Forschungsgruppenleiter Marc Tittgemeyer. Er vermutet, dass wir Menschen durch die Muttermilch darauf geprägt sind, besonders intensiv auf Nahrung reich an Kohlenhydraten und Fetten zu reagieren.