Paar aus Lebach: Mann soll Frau erwürgt haben

Kostenpflichtiger Inhalt: Tragischer Streit zwischen Paar aus Lebach : Bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt – Ehedrama endet tödlich

Mutmaßlicher Täter sitzt in Untersuchungshaft. Fuldaer Staatsanwalt ermittelt, was sich in einer Wohnung in Hessen abgespielt hat.

Sie hat sich von ihrem Mann getrennt. Doch diesen Laufpass wollte er nicht akzeptieren. Darum musste sie sterben. Darauf deuten alle bisherigen Indizien nach Auffassung der Fahnder hin, die in diesem Fall um ein Paar aus Lebach ermitteln. Weil sich das Drama einige 100 Kilometer weiter in Hessen abgespielt hat, ist die Staatsanwaltschaft in Fulda zuständig. Und dort schildert Pressesprecher Harry Wilke, was sich am Freitag, 9. August, zugetragen haben soll:

So war das spätere Opfer bereits seit zwei Wochen nicht mehr im Saarland, hatte sich ohne Ehemann davon gemacht. Zuletzt war die 27-Jährige bei Bekannten in Bad Salzschlirf (Kreis Fulda/Hessen) zu Besuch. Der mutmaßliche Täter hatte dies spitzbekommen und folgte ihr.

Dort angekommen, klingelte er am Freitag an der Wohnungstür und wurde hereingelassen. Der Gleichaltrige wollte mit ihr reden, unter vier Augen. Sie zogen sich ins Schlafzimmer zurück. Dort nahm das tödliche Drama dann seinen Lauf. Während der Unterredung würgte der Ehemann seine Frau, bis sie bewusstlos aufs Bett sank. Er ging aus dem Raum und ließ die Leblose auf dem Bett zurück.

Kurz darauf alarmierten die Bewohner Polizei und Rettungsdienst. Die junge Mutter kam in eine Klinik, wo sie am Sonntag starb. Bereits am Samstag beantragte die Staatsanwaltschaft Untersuchungshaft. Zu jenem Zeitpunkt wegen versuchten Totschlags, da die Frau noch lebte. Bislang habe sich nach Angaben der Ermittler der Beschuldigte, der in einem hessischen Gefängnis sitzt, noch nicht zu den Vorwürfen geäußert. Die Staatsanwaltschaft in Fulda bleibt die zuständige Behörde, die dem Fall weiter nachgeht, weil dieser sich in ihrem Beritt Osthessen zugetragen hat.

Das Paar stammt aus dem Irak und hatte im Januar Asyl beantragt. Seitdem lebte es in der Landesaufnahmestelle (Ankerzentrum) in Lebach. Die Beiden haben zwei kleine Kinder. Der Junge soll während der Tat in der Wohnung in Bad Salzschlirf gewesen sein. Ob er etwas von der Tötung mitbekommen hat, ist nicht klar. Wo sich das zweite Kind zu jenem Zeitpunkt aufhielt, war der Staatsanwaltschaft unbekannt.

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