Menschen nachts im Vorraum der Bank? Polizei Merzig kennt das Problem

Kostenpflichtiger Inhalt: Polizei zu Ärger in Merzig : Vereinzelt wird in Banken Zuflucht vor Kälte gesucht

Dass Menschen über Nacht Obdach im Vorraum von Banken suchen, ist laut Merziger Polizei vor allem in der dunklen Jahreszeit der Fall.

Nächtliche Vorfälle in den Räumlichkeiten von Banken gibt es nach Einschätzung der Polizei vor allem in der dunklen Jahreszeit. Das hänge mit der Witterung zusammen, erklärt Hermann Coßmann von der Polizeiinspektion Merzig. Bei Regen oder wenn es draußen kalt sei, komme es vor, dass Heimat- oder Obdachlose in den außerhalb der Öffnungszeiten zugänglichen Eingangsbereichen für eine Nacht Zuflucht suchten. Während der vergangenen Sommermonate habe es in den Kommunen Merzig, Beckingen, Mettlach und Perl hingegen höchstens Einzelfälle gegeben.

Die Polizei werde in solchen Situationen meist von Kunden benachrichtigt, die sich gestört fühlten, etwa wenn sie nachts Geld abheben wollen, erklärt der Oberkommissar. Das Hausrecht liege zwar bei den Banken, doch dort sei zu vorgerückter Stunde nur selten jemand zu erreichen. „Die Polizei spricht dann einen Platzverweis aus“, sagt Coßmann.

Wenn nötig, könnten die Zuflucht Suchenden etwa in Merzig bis zum nächsten Morgen in einem Sozialzimmer unterkommen. Dabei handele es um „einfach eingerichtete Räumlichkeiten“, die die Kommune für solche Zwecke bereitstelle. Zu Widerstand komme es so gut wie nie, stattdessen verließen die meisten betroffenen Personen von selbst die Filialen. Auch Fälle, bei denen Jugendliche ein Bankfoyer als privaten Partyraum nutzten, seien ihm nicht bekannt, sagt Coßmann.

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