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Saar-Uni verteidigt Rang als Spitzen-Hochschule

Saarbrücken/Bonn. Die Saar-Universität hat ihren Status als deutsche Top-Universität in der Informatikforschung verteidigt. In der Endausscheidung der Exzellenzinitiative, dem Wissenschaftswettbewerb der Hochschulen, brachte sie gestern zum zweiten Mal ihre beiden Prestige-Projekte der Computerwissenschaften gegen bundesweite Konkurrenz durch Von SZ-Redakteur Peter Bylda

Saarbrücken/Bonn. Die Saar-Universität hat ihren Status als deutsche Top-Universität in der Informatikforschung verteidigt. In der Endausscheidung der Exzellenzinitiative, dem Wissenschaftswettbewerb der Hochschulen, brachte sie gestern zum zweiten Mal ihre beiden Prestige-Projekte der Computerwissenschaften gegen bundesweite Konkurrenz durch. Die Hochschule erhält dafür in den nächsten fünf Jahren rund 45 Millionen Euro zusätzliche Forschungsförderung von Bund und Land. Das sei "ein wirklich großer Erfolg für die Uni", erklärte Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU). Er sei umso höher zu bewerten, da nicht allen Teilnehmern dieses Kunststück gelungen sei. Uni-Präsident Volker Linneweber feierte das Ergebnis auf dem Campus. "Die Informatik in Saarbrücken ist damit unübersehbar geworden", sagte er.Die Uni war in der zweiten Runde des Wissenschaftswettbewerbs erneut mit dem Exzellenzcluster "Multimodal Computing and Interaction" und ihrer Graduiertenschule Informatik angetreten, mit der sie bereits 2007 im ersten Durchgang des Wettbewerbs gewonnen hatte. Im Exzellenzcluster, an dem mehrere Forschungsinstitute beteiligt sind, werden Grundlagen für Computersysteme der nächsten Generation entwickelt, die Sprache verstehen und Bilder erkennen können. Aufgabe der Saarbrücker Graduiertenschule ist es, mit speziellen Programmen angehende Informatikforscher zu fördern.



Neu gemischt wurde gestern die Spitze der deutschen Hochschulen: Bremen, Köln, Tübingen, Dresden und die HU Berlin rückten erstmals in die Gruppe der Elite-Universitäten auf, sechs bisherige Exzellenz-Hochschulen verteidigten ihren Titel, darunter die beiden Unis in München. Göttingen, Freiburg und Karlsruhe verloren dagegen ihren Sonderstatus. Insgesamt geben Bund und Länder in der zweiten Runde der Exzellenzinitiative bis 2017 rund 2,4 Milliarden Euro für die Wissenschaftsförderung aus. , Meinung

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