Wir möchten auf unserer Webseite Cookies und pseudonyme Analysetechniken auch unserer Dienstleister verwenden, um diesen Internetauftritt möglichst benutzerfreundlich zu gestalten.

Außerdem möchten wir und unsere Dienstleister damit die Besuche auf unserer Webseite auswerten (Webtracking), um unsere Webseite optimal auf Ihre Bedürfnisse anzupassen und um Ihnen auf unserer Webseite sowie auch auf Webseiten in verbundenen Werbenetzwerken möglichst interessante Angebote anzeigen zu können (Retargeting).

Wenn Sie dieses Banner anklicken bzw. bestätigen, erklären Sie sich damit jederzeit widerruflich einverstanden (Art. 6 Abs.1 a DSGVO).

Weitere Informationen, auch zu Ihrem jederzeitigen Widerrufsrecht, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.

| 21:19 Uhr

Kommentar
Heimat richtig verstehen

FOTO: Roby Lorenz / SZ
Von Werner Kolhoff

Wenn die große Koalition glauben sollte, durch die bloße Umbenennung eines Ministeriums der AfD das Wasser abgraben zu können, dürfte sie sich täuschen. „Heimat“ als Zusatzname für das Innen- und Bauministerium ist für deren Wähler ungefähr so glaubhaft wie der Versuch, ein Dieselauto als „clean“ zu verkaufen – Etikettenschwindel. Was Not tut, ist die Rettung der ländlichen Räume. Zum einen vor den Folgen des demografischen Wandels, und schon da gibt es unendlich viel zu tun. Wenn das Innenministerium das koordiniert, leistet es eine für die Vielfalt unseres Landes unglaublich wichtige Aufgabe. Manche Gegenden müssen mittlerweile aber auch schon vor den Folgen eines falschen Heimatbegriffes geschützt werden, der auf Abschottung, Ausgrenzung, ja Gewalt gegen alles Neue und Fremde setzt. Gerade im Innenministerium ist dieser Teil der Aufgabe bestens aufgehoben, sofern Horst Seehofer sie entschlossen angeht. In engstirnige Regionen will niemand ziehen. Das ist keine Heimat.