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Streit um Jerusalem
Ein Toter und über 760 Verletzte bei Israel-Unruhen

Jerusalem. Aufruhr im Heiligen Land: Nach der Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels durch die USA ist bei Unruhen in Jerusalem und den Palästinensergebieten ein Mann getötet worden. Mindestens 760 Menschen wurden verletzt, rund 261 davon erlitten Schusswunden, wie das palästinensische Gesundheitsministerium in Gaza und der palästinensische Rettungsdienst Roter Halbmond am Freitag mitteilten. Bei dem Todesopfer handelt es sich um einen Palästinenser. Am Abend fing Israel eine Rakete aus dem Gazastreifen ab, meldete die Armee.

Aufruhr im Heiligen Land: Nach der Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels durch die USA ist bei Unruhen in Jerusalem und den Palästinensergebieten ein Mann getötet worden. Mindestens 760 Menschen wurden verletzt, rund 261 davon erlitten Schusswunden, wie das palästinensische Gesundheitsministerium in Gaza und der palästinensische Rettungsdienst Roter Halbmond am Freitag mitteilten. Bei dem Todesopfer handelt es sich um einen Palästinenser.Im Westjordanland seien Warnschüsse in die Luft abgegeben worden, im Gazastreifen sei auf Anstifter der Unruhen geschossen worden, sagte eine Sprecherin am Nachmittag. Die meisten Palästinenser wurden durch Tränengas verletzt.


Am Abend schlug eine Rakete aus dem Gazastreifen in der Stadt Sderot im Süden Israels ein. Zuvor waren zwei weitere Raketen aus dem Gazastreifen nach Israel abgefeuert worden. Die israelische Armee griff daraufhin einen Stützpunkt und ein Waffenlager der radikal-islamischen Hamas im Gazastreifen an.

„Heute, am 30. Jahrestag der ersten Intifada (Palästinenseraufstand), erhebt sich unser Volk in Ablehnung gegen die Erklärung von Trump“, sagte Achmad Bahar, ein führender Hamas-Vertreter, während der Gebete am Freitag in Gaza. „Jerusalem ist die Hauptstadt Palästinas und auch die Hauptstadt der Araber und Muslime.“ Auch in anderen muslimischen Ländern gingen die Menschen aus Protest gegen die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump auf die Straße, etwa in Ägypten, Jordanien, im Libanon und in Tunesien.

Teilnehmer von Kundgebungen in der Türkei schwenkten palästinensische Flaggen und skandierten Parolen wie „Mörder USA“. Der tunesische Präsident Beji Caid Essebsi bestellte den US-Botschafter ein. In Europa organisierte die Islamische Gemeinschaft Milli Görüs nach eigenen Angaben in 14 EU-Hauptstädten Aktionen.